Studiengebühren abschaffen - Hochschulen ausfinanzieren
Die Studierenden fordern einen freien Zugang zu den Hochschulen und sprechen sich somit klar und deutlich für eine sofortige Abschaffung der Studiengebühren aus!
In Nordrhein-Westfalen wurde nach und nach der freie Zugang zu den Hochschulen versperrt - erst durch die Einführung von Studienkonten (Langzeitstudiengebühren), danach durch allgemeine Studiengebühren, welche nach dem Regierungswechsel die Studienkonten ablösten.
Das Ziel der Studiengebühren ist laut Landesregierung die Verbesserung der Lehre – die Realität sieht anders aus: Haushaltslöcher der Hochschulen werden gestopft, während die soziale Selektion massiv verschärft wird.
Ein Studium ist heutzutage für viele in weite Ferne gerückt, ein großer Teil der Hochschulzugangs-berechtigten nimmt mittlerweile erst gar kein Studium auf. So steht im Gebührenkompass, dass im Jahr 2008 die Zahl der Hochschulzugangsberechtigten zwar um 20 % anstieg, aber die Zahl der StudienanfängerInnen sich zur selben Zeit nur um ca. 2 % erhöhte. Selbst von den Personen, die in diesen Zeiten ein Studium aufgenommen haben, geben laut der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes 40 % der Studierenden an, sich in einer unsicheren finanziellen Situation zu befinden. Die Behauptung der Landesregierung, die Gebühren seinen „sozialverträglich“, ist ein Hohn für alle Abiturient_innen, die sich ein Studium schlicht nicht leisten können.
Es hat sich an der sozialen Unverträglichkeit, der Selektivität sowie dem Aufbau bzw. der Förderung einer finanziell abgesicherten Bildungselite durch die Einführung von Studiengebühren nichts geändert. Ganz im Gegenteil, die soziale Selektion wird durch eine unsoziale und realitätsferne Bildungspolitik weiter ausgebaut.
Wir fordern ein Umdenken in der Bildungspolitik. Studiengebühren müssen umgehend abgeschafft und die Hochschulen gleichermaßen aus öffentlichen Geldern ausfinanziert werden!
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